Holzkirchen

06. Krivé

Die griechisch-katholische Holzkirche des hl. Lukas, 1826, NKP

  

Die griechisch-katholische Holzkirche im Dorf Krivé ist während des Wirkens des Priesters Ján Halík im Jahre 1826 am Ort eines älteren Objekts gebaut worden. Diese Holzkirche  ist dem heiligen Apostel und Evangelisten Lukas gewidmet. 

Diese Holzkirche ist Blockhaus auf dem Steinfundament. Das ganze Objekt hat rechtförmige Grundfläche mit polygonalem Altarraum, mit länglichem Kirchenschiff und geviertem Kirchturm. Der Glockenturm über dem Vorraum der Kirche hat eine Barockslaterne mit Mohnkopf und Kreuz. Im Glockentrum hängen zwei Glocken. Eine Glocke ist aus dem Jahre 1826, d.h. aus dem Jahre des Aufbaus der Holzkirche. Die Holzkirche hat ein einfaches Satteldach bekommen. Infolge dessen hat sie die für Holzkirchen typische Dreitürmigkeit verloren. Infolge der Beschindelung des Altarraumes und des Kirchenschiffes sowie der Ummantelung des Vorraums mit Holzbretten macht diese Holzkirche den Eindruck eines einheitlichen Baus aus. 

 In Wirklichkeit geht es um ein dreiteiliges Gebäude. Der Eingangsteil wird „der Vorraum“ genannt. In Vergangenheit war er für Taufbewerber und öffentliche Büßer bestimmt. Der Vorraum symbolisiert das Fegfeuer oder die leidende Kirche dar. 

Der Mittelteil der Holzkirche wird „das Kirchenschiff“ genannt. Im Kirchenschiff versammeln sich die Gläubigen, um an den liturgischen Zeremonien teilzunehmen. Das Kirchenschiff symbolisiert die pilgernde Kirche dar, d.h. die auf der Erde lebenden Christen.

Der dritte Kirchenteil befindet sich hinter der Ikonostase – der Bilderwand. Er wird „der Altarraum“ genannt. Er symbolisiert das Himmelreich –  das Eden sowie die triumphierende Kirche im Himmel.

Diese kostbare Ikonostase enthält Ikonen aus verschiedenen Zeitepochen. In der Mitte der Hauptreihe der Ikonostase befindet sich eine geschnitzte Königstür mit Darstellungen der vier Evangelisten und der Verkündigung an Allreine Jungfrau. Diese Ikonen, sowie die Ikonen hl. Bischof Nikolaus von Myra, hl. Gottesgebärerin – Hodegetria (Wegweiserin), Christus als Lehrer und Meister und Patrozinium-Ikone hl. Apostel Lukas, stammen aus dem 18. Jahrhundert. 

Sehr interesant sind auch Ikonen außer der Ikonostase. Sehr kostbar ist die Ikone der Gottesgebärerin - Hodegetria (Wegweiserein) mit „Pochvala“ aus dem Ende des 16. Jahrhunderts. Unter „Pochvala“ versteht man die Ikonen um den Rand der Ikone der Hodegetrie. Diese Ikonen stellen alltestamentliche Prophezeiungen über den Heiland dar. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Ikone des Heilands mit himmlischen Kräften. Auf der Ikonenecken sind vier Wesen, die die Apostel darstellen. 

Die Ikone des Erzengels Michael stellt den Erzengel als einen Ritter mit dem Schwert gegen die bösen Kräfte. Die Darstellungen um den Rand der Ikone stellen seine Taten nach dem Zeugnis des Alten Testaments dar. Sehr interessant ist die Ikone Große Deésis auf dem Chorgelände. Sie stellt Christus auf dem Thron dar. An seinen Seiten hat er die himmlichen Kräfte und die Scharen der Heiligen in der Haltung des Bittgebets zum Christus. Die Ikone der Taufe Christi  im Jordan – der Theophanie - folgt nicht den Regeln der Ikonenmalerei. Dem Christus fehlt die Gloriole. Er ist niedriger als Johannes der Täufer. Das Wasser berührt nicht die Beine der beiden Personen. Die erwähnten Ikonen stammen aus dem 16. Jahrhundert. Sie bildeten wahrscheinlich den Bestandteil einer anderen Ikonostase.

 In dieser Holzkirche ist die Ikone der Kreuzigung aus dem 19. Jahrhundert und die Ikone des zu Tode gemarterten Christus als „Mann der Schmerzen“ aus dem 18. Jahrhundert. Größere Rekonstruktionen dieser Holzkirche wurden in Jahren 1965 – 1970 durchgeführt. Im Jahre 2003 wurde der Seinfundament und im Jahre 2006 der Glockenturm restauriert. Im Jahre 2010 hat die Holzkirche neue Ummantelung und neue Elektroinstallation bekommen.

 

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