Holzkirchen

02. Dobroslava

Die griechisch-katholische Holzkirche der hl. Paraskeva, 1705, NKP

  

Die griechisch-katholische Holzkirche der hl. Paraskeva in Dobroslava wurde im Jahre 1704 gebaut. Paraskeva wurde als Predigerin berühmt. Vor Gericht in den Verfolgungen unter Diokletian nach dem Namen gefragt, antwortete sie, ihr Name sei Christus, worauf sie in Ikonium - dem heutigen Konya in der Türkey - gemartert wurde. Paraskeva starb durch das Schwert.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs war Dobroslava sowie die dortige Holzkirche ziemlich beschädigt. Im Rahmen der Rekonstruktion hat die Holzkirche zwei Nebenkapellen bekommen. Der jetzige Grundriss der Kirche hat eine Kreuzesform. Das stellt ein Unikat unter Holzkirchen in der Ostslowakei dar. Die jüngste Restaurierung des Exterieurs wurde in den Jahren 2001-2002 realisiert. Die Holzkirche hat eine neue Ummantelung mit Holzbretten sowie eine neue Dachbedeckung bekommen.   

Die Holzkirche ist fünfteilig und auf einem niedrigen Steinfundament gebaut. Sie ist durch drei Türme und fünf Kreuze geziert. Der Kirchenkorpus sowie die Kirchtürme sind vertikal mit Bretten und Leisten umgemantelt. Das Kirchengebäude ist mit Holzschindeln bedeckt. 

      Der Eingangsteil der Holzkirche wird „der Vorraum“ genannt. Hier sehen wir die Jahresangabe 1705 über die Fertigstellung und die Einweihung der Kirche. Aus dem Vorraum ist der Chorraum auf westlicher Seite des Kirchenschiffs zugänglich.

      Die Ikonostase ist ein National- und Kulturdenkmal. Sie hat eine fünfreihige Architektur. Sie stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Hauptreihe der Ikonostase enthält den hl. Nikolaus von Myra, die hl. Gottesmutter Hodegetria - Wegweiserin, Christus als Lehrer und die hl. Paraskeva, die Kirchenpatronin. In der Mitte der Hauptreihe der Ikonostase findet sich eine zweiflügellige Königstür mit Darstellungen der vier Evangelisten und der Verkündigung an die Gottesmutter. Auf dem Gewände der Königstür sind der hl. Basilius der Große und der hl. Johannes Chrysostomos dargestellt. Auf der Oberschwelle über der Tür sehen wir die Fleischwerdung mit himmlischen Kräften – Engeln an Seiten.

Die zweite Ikonenreihe enthält die Ikonen der zwölf großen byzantinischen Feste. Von der nördlichen Seite sehen wir die Geburt der Gottesgebärenin, die Einführung der Gottesgebärerin in den Tempel, die Geburt Christi, die Taufe Christi, die Verkündigung des Herrn, den Einzug Christi in Jerusalem. In der Mitte dieser Ikonenreihe ist die Ikone des letzten Abendmahls. Weiter sehen wir die Auferstehung des Herrn, die Himmelfahrt Christi, die Herabsendung des Heiligen Geistes auf die Apostel, die Verklärung des Herrn, die Allheilige Dreifaltigkeit und Mariä Schutz und Fürbitte.   

 In der dritten Ikonenreihe über der Königstür sehen wir die Ikone der kleinen Deesis, d.h. Christus sitzt auf dem Thron mit der hl. Gottesgebärerin und dem hl. Johannes dem Täufer an Seiten. Auf nördlicher Seite dieser Ikonenreihe sehen wir den hl. Petrus mit dem Schlüssel und dem umgedrehten Kreuz, den hl. Matthäus, den hl. Andreas, den hl. Jakobus Zebedäus und den hl. Thomas. Auf südlicher Seite dieser Ikonenreihe sehen wir den hl. Paulus, den hl. Johannes, den hl. Lukas, den hl. Simon, den hl. Bartholomäus und den hl. Philippus.    

 Die vierte Ikonenreihe – die sog. Prophetenreihe – ist am schwersten identifizierbar. Sie besteht aus den sechs Medaillons je mit zwei Personen. Auf nördlicher Seite dieser Reihe sind die Propheten Mose und Aaron. Vier folgende Propheten sind nicht identifizierbar. Aus südlicher Seite sehen wir die biblischen Könige Davide und Salomo, dann zwei nicht indentifizierbare Propheten mit einem allgemeinen Attribut – mit der Schriftrolle - , dann den Prophet Jesaja und den Prophet Daniel.

Die Spitze der Ikonostase bildet die Ikone der Kreuzigung mit der hl. Gottesgebärerin auf nördlicher Seite und dem hl. Johannes dem Täufer auf südlicher Seite. Die fünfte Ikonenreihe, die untere, enthält die Flucht nach Ägypten, die hl. Apostel Petrus und Paulus, die Fleischwerdung (Oranta), die hl. Paraskeva. 

 In der Holzkirche sind auch die Ikonen außer der Ikonostase kostbar. Es handelt sich vor allem um den Mann der Schmerzen auf dem Rüsttisch im Altarraum und die Allheilige Dreifaltigkeit auf dem Altar im Altarraum. Unübersehbar ist die Ikone des Letzten Gerichts und die Ikone der heiligen Paraskeva mit den Darstellungen aus ihrem Leben sowie andere Ikonen im Kirchenschiff.

 

 

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