Holzkirchen

07. Lukov - Venécia

Die griechisch-katholische Holzkirche in den hl. Kosmas und Damian, 1708, NKP

   

Die griechisch-katholische Holzkirche in Lukov-Venécia stand ursprünglich im polnischen Dorf Nová Ves bei Novy Sonč. Daher haben die Einwohner von Venécia sie im Jahre 1708 gekauft. Im selben Jahr ist diese Holzkirche in Venécia eingeweiht und den hl. Kosmas und Damian gewidmet worden. Eine ältere Widmung dieser Kirche dem Fest der Geburt der Gottesgebärerin bezeugt die Inschrift der Ikone der Gottesgebärerin Hodegetria aus dem Jahre 1654 an der südlichen Wand der Kirche. 

Aus dem Baugesichtspunkt geht es um das Blockhaus auf dem Steinfundament. Die Dreiteiligkeit des Baues erhören drei Kirchtürme mit Kreuzen. Auf der Mehrheit der Wände ist eine vertikale Ummantelung mit Holzbretten. Das Kirchendach ist mit Holzschindeln bedeckt. Auf westlicher Seite ist massiver Turm. In seinem Oberteil ist ein Glockenzimmer mit Schalllöcher und drei Glocken. Die älteste Glocke ist aus dem Jahre 1755, die zweitälteste aus dem Jahre 1886. Auch das Kirchenschiff hat einen Turm mit Fenster. Über dem Altarraum ist nur kleiner Rundturm mit der Kuppel. Das Kirchengebäude hat ein einfaches Satteldach. Die Kirchturmedächer über dem Vorraum und über dem Kirchenschiff haben eine Form einer Pyramide. Der Keller unter dem Altarraum ist eine Rarität unter den Holzkirchen in der Slowakei.

Die Ikonostase hat vierreihige Architektur und folgt den Regeln der Ikonenmalerei. Ihre Hauptreihe enthält vier Ikonen und drei Türen. Die Mitteltür mit zwei Flügel in der Mitte dieser Reihe wird die „Königstür“ genannt. Sie enthält die Darstellungen der Verkündigung an Allreine Jungfrau und der vier Evangelisten. Die Nebentüren werden „Diakonstüren“ genannt. In der Hauptreihe der Ikonostase sind von links folgende Ikonen: der hl. Nikolaus von Myra, hl. Gottesgebärerin, Christus als Lehrer und Patrozinium-Ikone der hl. Kosmas und Damian. In der zweiten Ikonenreihe sind in untypischen Medaillons der zwölf größten byzantinischen Feste dargestellt. Einige Festtagsikonen aber fehlen. In der Mitte dieser Ikonenreihe ist die Ikone Das Mandylion. Das ist ungewöhnlich, denn normalerweise findet sich auf diesem Platz die Ikone Das Letzte Abendmahl. Die dritte Ikonenreihe wird Deésis, d.h. die Fürsprache, genannt. In ihrer Mitte ist Christus der Allherrscher auf dem Thron. Auf seinen Seiten sind Apostelpaare, die in der Füsprachehaltung dem Christus zugewandt sind. Die vierte Ikonenreihe enthält hervorragende alltestamentliche Gestalten. Diese Ikonostase hat auf ihrem Gipfel die Kreuzigung. Am Kreuz Christi stehen seine Mutter und der Evangelist Johannes.

 

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