Holzkirchen

15. Uličské Krivé

Die griechisch-katholische Holzkirche des hl. Erzengel Michael, 1718, NKP

   

Die griechisch-katholiche Holzkirche von Uličské Krivé ist im Jahre 1718 erbaut worden. Sie ist dem hl. Erzengel Michael gewidmet. Im Christentum gilt er insbesondere als Bezwinger des Teufels in Gestalt des Drachen sowie als Anführer der himmlischen Heerscharen, die im Osten vor Gottes Thron stehen. Schon früh wird Michael als Hüter des Paradiestores dargestellt.

Die Holzkirche von Uličske Krivé ist im Blockhaus-Stil auf dem Steinfundament erbaut worden. Das Gotteshaus besteht aus dem Altarraum, dem Kirchenschiff und dem Vorraum. Das Gotteshaus hat zwei Türme. Der höhere Kirchturm ist über dem Vorraum, der kleinere über dem Altarraum. Jeder Kirchturm hat die Kuppel und das dreiarmige Kreuz. Die Kirchtürme sowie das Kirchendach sind mit Holzschindeln bedeckt. Im höheren Kirchturm hängen drei Glocken. Die älteste Glocke stammt aus dem Jahre 1811.

Das Gotteshaus hat eine mit Ikonen geschmückte Wand mit drei Türen, die zwischen dem Kirchenschiff und dem Altarraum steht. Diese Ikonostase stammt aus dem 18. Jahrhundert. Sie besteht aus fünf Ikonenreihen. In der Hauptreihe sind folgende Ikonen: der hl. Nikolaus von Myra, hl. Gottesmutter Hodegetria (Wegweiserin), Christus als Lehrer und Meister, das Chor von Erzengel Michael. Die Königstür besteht aus zwei Türflügeln mit Darstellungen des Stammbaumes Christi („Der Baum von Jesse“). Auf dem Gewände der Königstür ist links der hl. Basilius der Große, rechts der hl. Johannes Chrysostomos dargestellt. Über der Hauptreihe der Ikonostase ist die Reihe der Ikonen der großen byzantinischen Feste mit der Ikone Das letzte Abendmahl. Über der Reihe der Festtagsikonen ist die Reihe der Apostel mit der Ikone Christus der Hohepriester mit Gottesmutter und Johannes dem Täufer. Über der Apostelreihe ist die Reihe der alltestamentlichen Propheten. Aus räumlichen Gründen fehlt hier das Kreuz. Die fünfte Ikonenreihe befindet sich unter der Hauptreihe. In ihr sind folgende Ikonen: die Erscheinung von hl. Nikolaus vo Myra den drei Fürsten, die betende Gottesmutter (Oranta), der hl. Petrus und der hl. Paulus.

An den Seitenwänden des Kirchenschiffs hängen einige wertvolle Ikonen: der hl. Erzengel Michael, Christus mit himmlichen Kräften, Gottesmutter Hodegetria (Wegweiserin) mit einigen Szenen aus ihrem Leben an den Ikonenrändern und die Ikone Mandylion - Antlitz Jesus. Diese Ikonen stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Sie gehörten wahrscheinlich zum Mobiliar der vorherigen Kirche. Im Altarraum ist der Altartisch mit der Pieta-Ikone. Die Ikonostase wurde in Jahren 1988/1992 komplett restauriert.

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